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„Im Jahr 1847  (in Bayern regierte noch König Ludwig I.)  schloss sich ein Häuflein sangesfreudiger Männer zusammen  (einer der ältesten Vereine im Landkreis), um deutschen Sinn und deutsches Lied zu pflegen und letzterem im alten Hauptorte des Rottals eine bleibende Heimstätte zu schaffen“ (Festschrift zum 140jährigen Gründungsjubiläum der Liedertafel Pfarrkirchen, S. 6).

 

In einer Zeit vaterländischer Begeisterung bildete sich in den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts eine Reihe von Gesangsvereinen, die patriotische Werte im deutschen Lied pflegten.

 

Der Name „Liedertafel“  hatte seinen Ursprung in der gedeckten Tafel, die dem strapazierten Sänger nach den Proben angenehme Genüsse an Speise und Trank bot.

 

Die damaligen Chöre wurden selten durch Frauenstimmen bereichert. Diese führten vielmehr bis ins 20. Jahrhundert hinein eigenständige Singgemeinschaften mit eigener Betreuerin.

 

„Zur Aufnahme als ordentliches Mitglied eignet sich jedes gut beleumundete Individuum, insofern es eine Singstimme und einige musikalische Vorkenntnisse besitzt und in keinem niederen Dienstverhältnis steht“, lesen wir in den ersten Statuten von 1847.

 

Schon bald galt die Liedertafel als erste und angesehenste Gesellschaft Pfarrkirchens, wie Karl Kambli in seinen Erinnerungen eines alten Liedertaflers schreibt. Zu den Festlichkeiten im Zuge der Stadterhebung am 1.1.1863 war die „Mitgliedschaft der Liedertafel mit ihren Familien-Angehörigen“ neben sämtlichen Behörden als einzige bürgerliche Gesellschaft eingeladen worden (Festschrift s. o., S. 9).

 

Der 1. Weltkrieg rief viele Liedertafelmitglieder zu den Waffen. So folgte für den Chor eine stille Zeit. Um auch da größere Veranstaltungen durchführen zu können, wurde dem Verein 1916 ein Damenchor angeschlossen, der zunächst für sich probte und erst bei der Aufführung mit dem Männerchor auftrat.

 

Einschneidende Veränderungen in der Vereinsgeschichte brachte die NS-Zeit. Die Liedertafel und der 1922 unter der Patenschaft der Liedertafel von Pfarrkirchner Sangesfreunden gegründete Sängerkreis der Harmonie mussten sich unter der „Sing- und Musikgemeinde Pfarrkirchen“ zusammenschließen. Die Einberufung zur Wehrmacht riss immer größere Lücken bei den Männerstimmen, andererseits wuchs die Schar der Sängerinnen.

 

Nach dem 2. Weltkrieg ging es um die Wiederzulassung der Liedertafel bei der Militärregierung. Sie erließ die Lizenz am 6. 4. 1947. Es gab nun keine Trennung mehr in Männer- und Frauenchor, sondern nur noch einen gemischten Chor, der sich bald in neue Höhen musikalischen Schaffens aufschwang, die von ernster Konzert- und Chormusik bis zu Theaterspiel und Operetten reichten.

 

1957 wurde die Liedertafel mit der Goldenen Zelterplakette für die Förderung des kulturellen Lebens ausgezeichnet.

 

In der langen Reihe der profilierten Dirigenten der Liedertafel übernahm 1975 kein geringerer als Studiendirektor Franz Schiller den Taktstock.

 

Diesen reichte er nach beeindruckenden 32 Jahren erfolgreichen Wirkens an Frau Elisabeth Reitzer, eine junge Musikkollegin vom Gymnasium Pfarrkirchen 2007 weiter. Sie führte den Chor musikalisch bis zum Juli 2010. Zu dieser Zeit wechselte sie an das Gymnasium in ihrem Heimatort Weilheim.

 

Für die Liedertafel begann erneut die Suche nach einer kompetenten musikalischen Leitung. Es traf sich gut, dass Claus Buchner, der bereits den Kirchenchor in der Stadtpfarrkirche leitete, sich bereit erklärte, auch den Taktstock in der Liedertafel zu übernehmen, den er seit dem Jahr 2010 mit großem Engagement schwingt.

 

Ein Wechsel fand auch in der Vereinsführung der Liedertafel statt Frau Evamaria Blümm hatte diese 25 Jahre sehr erfolgreich inne. Bei den Neuwahlen 2010 kandidierte sie angesichts dieser verdienstvollen Zeitspanne nicht erneut.

 

Nun ging es darum, einen adäquaten Ersatz zu finden - eine schwierige Aufgabe zu einer Zeit, in der allgemein spürbare Zurückhaltung bei der Übernahme eines Vorstandspostens herrscht Es erwies sich als Glücksfall, dass das Vereinsmitglied Martha Gerstl, angetan von der traditionsreichen Geschichte der Liedertafel, sich bereit erklärte, diese als 1. Vorsitzende weiterzuführen, was von allen Mitgliedern der Liedertafel herzlich begrüßt wurde. Seit den Wahlen von 2010 liegt die Vereinsführung in ihrer rührigen Hand.

 

Bei der Mitgliederversammlung 2014 kandidierte der langjährige, viel bewährte 2. Vorsitzende der Liedertafel, Karlheinz Händlmayer, aus Altersgründen nicht mehr. Mit weiblicher Führung hatte die Liedertafel bereits gute Erfahrungen; dies erwies sich wieder als zutreffend, als nun Frau Otti Hölzl aus Tann in die Fußstapfen von Karlheinz Händlmayer als 2. Vorsitzende trat. Für diese Bereitschaft gilt ihr der herzliche Dank der Liedertafelmitglieder.

 

 

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Letzte Aktualisierung dieser Seite 17.06.2017