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Passauer Neue Presse vom 05.06.2014


Bravouröser Auftritt

 

Anspruchsvolles Konzert von Liedertafel und Kammermusikensemble in der Gartlbergkirche

 

 

Mit einem geistlichen Konzert unter dem Thema „Gloria" begeisterte die Liedertafel Pfarrkirchen zusammen mit dem Kammermusikensemble (im Vordergrund) die zahlreichen Zuhörer und Zuhörerinnen

in der Wallfahrtskirche am Gartlberg. − Foto: Hannelore Plail

 

Pfarrkirchen. Zu einem festlichen Konzert hatte die Liedertafel Pfarrkirchen gemeinsam mit dem Kammermusikensemble in die Gartlbergkirche eingeladen. Es war ein anspruchsvolles Programm, dass den interessierten Zuhörern in der voll besetzten Kirche geboten wurde.

 

Gehobene Chor- und Orchesterwerke wurden von den Sängern und Musikern sowie den hervorragenden Solisten mit Bravour gemeistert. Martha Gerstl als Sprecherin der Liedertafel begrüßte unter den Besuchern auch Stadtpfarrer Hans Eder, Bürgermeister Wolfgang Beißmann und die Salvatori-anerpatres, denen sie für die Bereitstellung des Kirchenraums für das Konzert dankte.

 

Dann setzte das erste Werk gleich einen fulminanten Anfang mit Soli, Chor und Kammermusikensemble: „Die Himmel rühmen die Ehre Gottes" von Heinrich Schütz. Alle Solisten, die beiden Sopranistinnen Cordula Schuster und Sabine Noack, Altistin Ute Feuerecker, die Tenöre Florian Richter und Thomas Hermann sowie Bernhard Forster als Bass sangen gemeinsam bzw. im Wechsel mit der Chorgemeinschaft der Liedertafel und dem Orchester, das von Maria Loipersberger geleitet wurde. Die Gesamtleitung lag in den Händen von Claus Buchner, der die Aufgabe hatte, sie alle musikalisch zu einen und zu führen. Das Werk des berühmten Barockmusikers Heinrich Schütz füllte den Raum mit einem wunderbaren Gesamtklang, wenn alle Beteiligten zusammen die bekannten Texte musikalisch interpretierten.

 

Sehr gefällig und heiter begann das „Divertimento in D-Dur" von Joseph Haydn aus der Zeit der Wiener Klassik, das vom Kammerorchester dargeboten wurde. Die vielen Streichinstrumente fügten sich zu einem harmonischen Klang.

 

Sehr viel verlangte das nächste neunstimmige Werk allen Beteiligten ab, das „Mi-serere" von Gregorio Allegri, wohl die bekannteste Musikschöpfung dieses Komponisten aus dem frühen 17. Jahrhundert. Hier war das Besondere, dass die sechs Solisten vom Chor herab ihre Stimmen erklingen ließen. Im Wechselgesang von Gesamtchor, Solisten und Männerchor, unterstützt nur von der dezenten Begleitung des Cembalos (Dr. Karl-Bernhard Silber) meisterten die Sänger unter der Regie ihres Chorleiters das schwierige A-capella-Stück.

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Souveräne Leitung

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Von Johann Michael Haydn war die „Sinfonia Perger Nr. 8", die vom Kammermusikensemble dargeboten wurde. Auch hier gefiel das schöne, harmonische Zusammenspiel unter der souveränen Führung durch Maria Loipersberger. Die beiden Tenöre Florian Richter und Thomas Hermann brachten danach ein Duett von Urban Loth (1580-1636) zu Gehör, begleitet von Dr. Silber an der Orgel. „Domenica Cantate" hieß dieses kurze, aber beeindruckende Musikstück.

 

Schließlich folgte der Titel, der dem Konzert seinen Namen gegeben hat: das „Gloria" von Antonio Vivaldi (1678-1741), nach den „Vier Jahreszeiten" wohl das bekannteste Werk des Komponisten. Hier waren es die weiblichen Solistinnen, die ihre Stimmen mit dem Chor und dem Kammerorchester vereinten. Cordula Schuster (Sopran), Sabine Noack (Mezzosopran) und Ute Feuerecker (Alt) gefielen durch wunderschöne Soli, die teils nur ganz zart mit Cello (Elisabeth Penzel) und Flöte (Moritz Fuchs) oder auch Cembalo begleitet wurden.

 

Der Chor hatte ein riesiges Pensum zu bewältigen, das dazu auch von ganz unterschiedlichen musikalischen Charakteren geprägt war, mit häufigen Tempowechseln. Insgesamt lag eine große Vielfalt in diesem Musikwerk, das aber von allen Sängern und Musikern sehr gut interpretiert wurde. Wunderschön zum Beispiel der Wechselgesang beim „miserere nobis", in dem das Flehende und Drängende so wirklich zum Ausdruck kam. Und mittendrin Claus Buchner, der die musikalische Gesamtleitung dieses Konzerts inne hatte: immer ein aufmunterndes Lächeln für seine Sänger auf den Lippen, ein beifälliges Nicken, eine Fröhlichkeit, die ansteckend wirkte.

 

 

Die Solisten: (v.l.) Cordula Schuster (Sopran), Moritz Fuchs (Flöte), Maria Loipersberger (Leiterin des Kammermusikensembles), Dirigent Claus Buchner, Sabine Noack (Mezzosopran), Ute Feuerecker (Alt), Florian Richter und Thomas Hermann (Tenöre) sowie Bernhard Forster (Bass).  − Foto: Hannelore Plail

 

Den Abschluss bildete dann als ruhiger Ausklang nach den vorangegangen gewaltigen Klängen des „Gloria" noch das Lied „Gott segne und behüt dich" von John Rutter, einem englischen Komponisten unserer Zeit., Der Chor der Liedertafel und,? das Kammermusikensemble musizierten hier gemeinsam und setzten damit den Schlusspunkt unter ein sehn anspruchsvolles, vielgestaltiges Konzert. Mit großem, herzlichen Applaus dankten die Zuhörer den Sängern und Musikern, vor allem den großartigen Solisten, für ihre Darbietung.

 

 

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Letzte Aktualisierung dieser Seite 02.02.2017